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führt. Krasa war im August 1942 nach Theresienstadt deportiert worden und wurde von dort im Oktober 1944 – zusammen mit vielen Darstellern der Aufführung – nach Auschwitz weiterdeportiert und ermordet.
Der historische Tatort Oberer Kuhberg und dessen Architektur bilden einen sehr passenden Rahmen für die Aufführung der Ulmer Spatzen – ein spannendes Gastspiel. (sl)


Im Rahmen des DZOK eine Ulmer Regionalgruppe von „Gegen Vergessen“?
Am 14. Juni fand ein Gespräch zwischen dem Sprecher der Regionalgruppe Baden-Württem-berg des Vereins „Gegen Vergessen – für Demokratie“, Dr. Alfred Geisel, Rolf Emmerich aus Laupheim, sowie Fritz Bauer und Silvester Lechner vom Ulmer Dokumentationszentrum statt. Es ging um die Idee, innerhalb des DZOK eine Ulmer Sektion der Regionalgruppe Baden-Württem-berg des bundesweit aktiven Vereins „Gegen Vergessen“ aufzubauen.
Hintergrund:
Der Verein „Gegen Vergessen“ ist eine Organisation, die in den letzten Jahren länder- und partei-übergreifend die Diktaturge-schichten Deutschlands im 20. Jahrhundert und deren Auswir-kungen für politisch-gesellschaft-liches Handeln in der Gegenwart zum Thema gemacht hat.
Der Ulmer Verein „Dokumenta-tionszentrum Oberer Kuhberg“ verfolgt sehr ähnliche Ziele, allerdings bewusst auf regionaler Ebene. Mit seiner pädagogischen Arbeit in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg, seiner wissen-schaftlichen und publizistischen Arbeit, seinem Archiv und seiner Bibliothek ist die Institution heute das zentrale Informations- und Dienstleistungszentrum der Region Ulm in Sachen Erinne-rungsarbeit zur NS-Zeit.
Es liegt nun nahe, die Stärken und Schwerpunkte bei der Organisa-tionen einander näher zu bringen, die Arbeit so weit wie möglich und sinnvoll zu ergänzen und zu vernetzen.
Am Mittwoch, 29. September um 17.30 Uhr (Ulmer Volkshoch-schule) soll ein erstes öffentliches Gespräch über Sinn und Möglich-keiten einer solchen Gründung stattfinden: Herzliche Einladung an alle Leser und deren Freunde! (sl)

 

Schüler mit historischen Fakten frontal abzufüllen …
… hat sich auch in unserer Gedenkstätte als pädagogischer Holzweg erwiesen. Selbsttätigkeit – allein und in der Gruppe – und emotionale Formen der Annäherung ans Phänomen „Ulmer Konzentrationslager“ bestimmen zunehmend den pädagogischen Alltag. Darin bestätigte uns ein wichtiger Besuch:
Am 19. Mai war Professor Helmuth Kern vom Seminar für Lehrerfortbildung Esslingen mit einer kleinen Gruppe von Kunstreferendaren zu Gast. Nach einer kurzen historischen Basis-Information folgte eine zweistündige Arbeitsphase. Thema: Entwicklung einer Konzeption, wie Schüler ohne lange historische Information sich den Ort erschließen könnten. Helmuth Kern bot eine beständige Zusammenarbeit an, was sehr gerne angenommen wurde. Denn er bestätigte eine prinzipielle Überzeugung, die oft an der fehlenden Zeit und dem fehlenden Personal scheitert: dass nämlich in der Gruppe angewendete, den Einzelnen berührende künstlerisch-kreative Formen des Lernens nicht nur das Interesse, sondern auch den Lernerfolg der Schüler erhöhen; Lernerfolg freilich nicht nur schulisch, sondern auch als Beitrag einer Erziehung zu gelebter Menschenwürde verstanden.
Besonders reizvoll erschien Professor Kern auch die geographische und ideelle Nähe der ehemaligen Ulmer Hochschule für Gestaltung zur Gedenkstätte. Diese Nähe sei pädagogisch ausbaufähig, meinte er … (sl)


Wer hat Lust, an einem Comic-Workshop …
… rund um Themen und Biographien des ehemaligen Ulmer KZ teilzunehmen?
Comics zum Thema Nationalsozialismus haben in den letzten Jahren - vor allem angeregt durch Art Spiegelmans „Mauschwitz“ – als künstlerische Form des Erinnerns an Bedeutung gewonnen. Kürzlich war nun die Berliner Comic-Künstlerin Elke Steiner in unserer Gedenkstätte. Sie brachte einige ihrer Arbeiten mit, u. a. einen im Deutschen Ärzteblatt 2003 erschienen Comic-Zyklus über den jüdischen Arzt Herbert Lewin. Die gezeigten Arbeiten überzeugten so sehr, dass für Herbst 2005 ein Comic-Work-

 

shop (Freitag bis Sonntag-Mittag) rund um das ehemalige Ulmer KZ angedacht wurde. Voraussetzung ist eine Finanzierung aus Drittmitteln und Teilnehmergebühren (ca. 20 € für Jugendliche und 40 € für Erwachsene). Wer Interesse hat, möge sich im Büro melden. (sl)


Dem Kommandantur-Gebäude des ehemaligen Ulmer KZ …
… stiegen am Samstag, 8. Mai (!!!) je fünf Mitarbeiter des Förderkreises Bundesfestung Ulm und des DZOK auf das Dach. Das militärsprachlich „Reduit“ genannte Gebäude ist nämlich wie ein Großteil der Bauwerke der Bundesfestung Ulm mit Erde bedeckt. Und auf dieser Erde wächst nicht nur Gras, sondern auch Buschwerk. Das war fünf Jahre lang nicht geschnitten worden, weshalb nunmehr ein weit übermannsho-her Wald in dreistündiger Arbeit gerodet werden musste. Die insgesamt zehn Aktiven arbei-teten ohne Unterbrechung fast drei Stunden. Beim Vespern nach getaner Arbeit dankte Silvester Lechner

Das Bild (Matthias Burger) zeigt die Mitglieder beider Vereine auf dem Dach des Forts Oberer Kuhberg (A-DZOK, 5/04)

insbesondere den fünf Helfern des Förderkreises und sagte, das DZOK fühle sich zwar als Mieter einiger Fort-Teile für die anstehenden denkmalpfle-gerischen Arbeiten verantwort- lich, sei aber auf den fachmän-nischen Rat und die Hilfe des Förderkreises weiterhin ange-wiesen. Die Hilfe wurde zuge-sagt.
Matthias Burger, der Vorsitzende des Förderkreises, riet uns, nächstes Jahr die neuen Schösslinge mit einer Sense abzumähen.
Frage an unsere Leser: Wer könnte das künftig ehrenamtlich übernehmen? Außerdem stehen an der Dachbedeckung des Reduits einige Arbeiten an. Auch in diesem Fall brauchen wir aus dem Reservoir unserer Freunde und Mitglieder technischprak-tische Helfer … (sl)

 

 

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